Venom erweckte durch antichristliche Liedtexte die Aufmerksamkeit der Medien, aber auch die technisch relativ simple Musik war für diese Zeit wegweisend. Ihr zweites Album Black Metal war der Namensgeber für die gleichnamige Musikrichtung. Ironischerweise gaben die Bandgründer einige Jahre später zu, dass sie vom philosophischen Satanismus im Grunde keine Ahnung hätten, was den selbstironischen Ansatz unterstreicht. Im Jahre 1984 präsentierten sich Venom mit Metallica als Vorgruppe erstmals vor dem deutschen Publikum und in den Jahren 1984 und 1985 spielten sie die legendären Konzerte in London, welche den Status einer Legende begründeten. Die zugehörigen Alben At War with Satan und Possessed zeigten aber schon einen kreativen Abwärtstrend. Possessed hielt dem Vergleich mit Scheiben wie Reign in Blood von Slayer, Melissa von Mercyful Fate oder Master of Puppets von Metallica nicht mehr stand. Komplexer, technisch ausgreifter Metal war nun gefragt. Kurz darauf stieg Mantas bei Venom aus. Mantas’ Platz wurde von den beiden Gitarristen Jim Clare und Mike Hickey übernommen. In dieser Besetzung nahmen Venom das Album Calm Before the Storm auf. Die Band klang jetzt technisch besser, aber viele Fans verlangten vielmehr nach dem Geschepper der ersten vier Alben. Das Album Prime Evil führte zu diesem Stil zurück, doch reichte es nicht mehr an den Erfolg alter Tage heran. Die Band brach auseinander. 1989 ließ Mantas, mittlerweiler Besitzer eines Kampfsport-Studios, die Band mit neuen Gitarristen und Original-Drummer wieder auferstehen. Es entstanden drei Alben, die jedoch in der Presse nicht besonders hervorgehoben wurden. Von 1992 bis 1996 wurde es still um die Band, bis sich Cronos entschloss, wieder einzusteigen. Dieser Wiedervereinigung in Originalbesetzung im Jahre 1996 folgten eine Live-CD und eine ausgedehnte Tournee durch Amerika. Eine Tour durch Europa mit Hammerfall musste jedoch abgesagt werden, da Cronos an den Stimmbändern operiert wurde.
Freitag, Mai 16, 2008
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